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Die letzte Etappe ist etwas hastig verlaufen.
Eigentlich wollten wir um 7 los, sind aber doch nicht so ganz gut aus dem Bett gekommen. Joan macht noch Pancakes, so haben wir dieses amerikanische Nationalfrühstück mit Sirup und Speck auch noch probieren können. Für europäische Verhältnisse ungewohnt, aber ganz schmackhaft.
Wir fahren heute über die Freeway bis Los Angeles und schaffen es auch in gut 2 Stunden. Nun müssen wir noch alle Tanks füllen bzw. leeren, dazu fahren wir zunächst auf einen nahe gelegenen Campground, der das anbietet. Nach einigem Suchen finden wir auch die Dump Station und legen los. Ich hantiere mit den diversen Schläuchen, Sabine packt noch die letzten Reste in unsere knapp gewordenen Koffer und Rucksäcke.
Dann noch schnell zur Tankstelle und vollgetankt. Nein, Gas gibt es samstags nicht. Naja, dann zahlen wir halt den Vermietertarif, denn nun ist es höchste Zeit. Um halb elf müssen wir zurück sein, damit wir den Shuttle in die Stadt nehmen können, und wir schaffen es pünktlich auf die Minute. Die Rückgabe ist schnell und problemlos, ein bisschen schwer fällt es uns schon, unser liebgewonnenes rollendes Heim so einfach wieder abzugeben. Aber schon sind die Koffer im Shuttle verstaut, dass uns um kurz vor 1 im Crowne Plaza Hotel am Flughafen absetzt.
Nachmittags versuchen wir, mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo eine Shopping Mall zu finden, das missglückt allerdings gründlich. Zwar kommt man mit einem Shuttle vom Flughafen zur Metro, die stellt sich aber als selten fahrende Bahn heraus, die zudem außerhalb des Zentrums nirgendwo richtig hinführt, da sie in den Mittelspuren des Freeway-Systems geführt wird. Das hat den Charme, dass man beim Warten auf die Bahn sein Gehör nahezu verliert direkt neben der linken Spur der Autobahn und dass man bei der Ankunft dann noch Bus fahren muss, um irgendwo hinzukommen.
Wir geben den Shoppingversuch auf und fahren mit der Bahn nochmal an den Hollywood-Boulevard, da wir den vor 3 Wochen (kommt uns vor wie eine Ewigkeit) nur kurz besucht haben.
Heute ist es allerdings überall sehr voll, es gibt wohl nicht nur campingbegeisterte Kalifornier. Wir bleiben daher nicht lange und nehmen denselben Weg zurück. Mit 4 mal Umsteigen brauchen wir knapp 2 Stunden bis zurück ins Hotel. Da wir mittags dort schon einen Imbiss gegessen hatten, bleibt es zum Abendessen bei ein wenig Obst und dann ist unser letzter vollständiger Tag in den USA auch schon vorbei.
Heute 149 miles gefahren.
Insgesamt 3215 miles gefahren, das sind ca. 5150 km. Uns kam es nicht so viel vor.
Nachtrag – Sonntag, 24. Mai
Wir wachen früh auf und verstauen unser Gepäck. Auch mit Reservekoffer wird es eng, wir werden nun 4 Gepäckstücke aufgeben müssen. Wir frühstücken noch ausgiebig im Hotel, dann fahren wir mit dem Shuttle schon früh zum Flughafen. Der Checkin geht schnell, trotz zusätzlicher Koffer-Durchleuchtung. Die Business Class Lane hilft uns, an der Schlange der Ausreisenden schnell vorbeizukommen. An der Schleuse ist der Security Check diesmal sehr streng. Alle müssen ihre Schuhe ausziehen.
Aber bald ist das auch geschafft und wir verbringen noch zwei ruhige Stunden in der Miles and More Lounge. Das Terminal ist ziemlich überfüllt, so dass uns dieser Luxus gut bekommt.
Dann ist es auch schon so weit – Checkin geplant 14:55, wir beginnen eine Viertelstunde später. Die geräumigen Sitze und das gute Essen sind uns nun schon bekannt, so verbringen wir dern Flug mehr mit Lesen. Richtig schlafen können wir nicht, das wird eine anstrengende Umgewöhnung in Deutschland.
Wir landen pünktlich, diesmal in Frankfurt und haben dann noch einiges an Laufstrecke zwischen Flügel A und B. Dann nehmen wir nach einiger Wartezeit einen sehr kleinen Flieger von Cirrus und sind um 15:00 wieder sicher am Flughafen Münster angelangt.
Wenn auch ziemlich müde. Wir nehmen ein Taxi nach Münster und staunen über das üppige Grün, was hier an jeder Ecke wuchert. So schnell kann man sich umgewöhnen!
Dann schleppen wir noch die schweren Koffer nach oben, packen ein wenig aus und halten noch bis abends um 9 durch, dann fallen wir todmüde ins Bett. Leider müssen wir am nächsten Tag schon wieder arbeiten.
Tschüss, USA, es war ein beeindruckender Urlaub, wir kommen bestimmt wieder!
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